Tag des Islandpferdes 2008

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Sonntag, der 18.05.2008, war in Berlar vollständig dem 25-jährigen Jubiläum und dem „Tag des Islandpferdes” gewidmet. In den Tagen davor wurde der Hof gewienert, die Pferde gepudert, jedes Staubkorn entfernt und die Reiter rausgeputzt...Nein – aber natürlich waren die Vorbereitungen sehr aufregend und die Proben intensiv.
Unsere anfänglichen Befürchtungen auf Grund von Nieselregen alleine zu feiern, bewiesen sich als unbegründet. Der Regen stoppte und der Wettergott war uns für den Rest des Tages gnädig.

Morgens um 10.00 Uhr gaben Elisabeth Berger und Thorsten Liese, der Vorsitzende der Islandpferdefreunde Berlar e.V., mit einer kleinen Begrüßungsrede den Startschuss für das bunte Schauprogramm rund ums Islandpferd. Die sonntäglichen Frühaufsteher begaben sich mit Alice auf einen Hofrundgang, der gleich beim ersten Programmpunkt in der Rundhalle endete. Melanie Müller zeigte die Arbeit in der Rundhalle vom Freilaufen bis zur Doppellonge.
Das jüngste Mitglied des Teams Lotti Hütter (7 Jahre) demonstrierte den Zuschauern in der Rundhalle, dass auch die „Kleinen” sich mit den „großen” Islandpferden beschäftigen können. Gegen 11.00 Uhr begann der erste Schaublock in der Halle.
Der „Traum von Islandpferden” begann mit Hanna Frigger und Lotti im Schlafmützenlook.
Unter den temperamentvollen Klängen eines Gitarrenspielers reisten die Zuschauer anschließend mit den Pferden nach Spanien. Der Umgang mit der Garrocha (einer 3 Meter langen Stange) wurde von Jolly, Melanie und Alice in einem beeindruckenden Schaubild präsentiert. Natürlich durfte auch der jüngste Nachwuchs des Jahres 2008 nicht fehlen. Kolka und Melnir von Berlar (11. und 13. Mai geboren) haben ihren ersten Auftritt vor Publikum sehr gut gemeistert und bekamen im „Süßfaktor” eine glatte 10. In der „Weinglasnummer” stellte sich Alice im Tölt ein gefülltes Weinglas auf den Zylinder, um die Bequemlichkeit dieser Gangart zu unterstreichen. Begleitet wurde sie von Thorsten Liese und Ingo Regenbogen mit gefüllten - wie kann es im Sauerland auch anders sein - Biergläsern. Der Wechsel zur Ovalbahn zum zweiten Schaublock ermöglichte den Zuschauern über den Hof zu spazieren vorbei an dem Stand, an dem schon diverse „kleine Pferdefreunde” sich auf die Steckenpferde gestürzt hatten und sie mit Feuereifer bemalten. In einer „Jungenreitstunde” wollten auch mal die Jungs, die leider immer noch in der Minderzahl sind, zeigen, was sie können. Thorben (15), Tillmann (12) und Joshua (9) stellten ihre Pferde in allen Gängen vor, unterrichtet von Melanie Müller. Die 5 Gänge, die das Islandpferd unter anderem so besonders machen, wurden eindrucksvoll von den Mitarbeitern und einigen jugendlichen Reitern auf der Ovalbahn demonstriert, bestens kommentiert von Elisabeth Berger - Tölt im langsamen und schnellen Tempo und mit übergestrichenem (= durchhängendem) Zügel – Trab – Schritt – Galopp und der Rennpass ! Der Finostrip half dem Publikum den „richtigen Takt” des Töltes zu erkennen.
Er verrät jeden kleinen Taktfehler des Pferdes und ist unerbittlich im „Hören” von Ungleichmäßigkeiten. „Höre ich da eine Nähmaschine, die Black und Decker-Werbung oder vielleicht einen Tausendfüßler mit Holzbein....” ! Die amtierende Weltmeisterin in der Prüfung T2, Jolly Schrenk präsentierte „Blettson von Hupperich” der eine würdige Vertretung für den WM-Star „Laxnes vom Störtal” war. Im Anschluß daran schrieb Jolly persönlich Autogramme und beantwortete alle Fragen.
Zur gleichen Zeit konnten sich alle Kinder auf dem Hof Informationen zur Pferdepflege einholen und auf Tuchfühlung mit „Funi” gehen, der in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag feiert. Auch in diesem hohen Alter ist Funi noch als Schulpferd tätig und zeigte bei seiner kleinen Geburtstagsfeier in der Halle erstmal wie rüstig man auch als Senior noch sein kann.

Das Geschicklichkeitsreiten am Nachmittag unterstrich noch einmal die Vielseitigkeit und die Ausgeglichenheit des Islandpferdes.
Bei der Steckenpferdquadrille zeigten einige der jüngsten Reitschüler/innen eine Quadrille im Schritt, Trab und Galopp angeführt von Janne und Christina, Mitarbeiterinnen der Reitschule. 8 Reiter boten in der Fahnenquadrille rundum ein harmonisches Bild untermalt von lustiger isländischer Musik, auch wenn es zwischendrin mal eine unvorbereitete Figur gab. Diese sorgte nur für gute Laune. Der dritte Schaublock begann am Nachmittag in der Halle mit dem Lied von Nena „99 Luftballons” und beinhaltete ein besonders „buntes” Programm.
Hanna Frigger ritt ihre Stute ohne Sattel und Trense, nur mit Halsring sogar über einen Sprung und mit Beisitzer „Lotti” souverän an den zusätzlich aufgebauten Zuschauerrängen vorbei. Auf dem Hof konnte man währenddessen der Tierärztin Andrea Sattler, Akkupunktur und Chiropraktik für Pferde und Kleintiere bei einer Behandlung auf die Finger schauen. Die bunte Bänderquadrille verlangte von den jugendlichen Reitern ein besonders Maß an Koordination und klappte bis auf den Verlust eines Bandes sehr gut. Spikey, Emil und Augusta, sorgten für Staunen in ihrer Agiltyschau. Das Schulpferd „Ymir” studierte mit Antje und seinen sehr aufgeregten Zauberlehrlingen „Romina”, Joshua und Lotti Lektionen der Zauberschule. Das Shetty Romina war jedoch so aufgeregt, dass sie für einige Aufgaben wie z.B. das Hinlegen vor Publikum keine Ruhe hatte. Dies konnte den „Altrockern” und „Schauprofis” Jolly und dem 17-jährigen Hengst „Tritill von Berlar” nicht mehr passieren. „Beinhart wie’n Rocker” so kamen sie in die Reithalle. Kompliment, Sitzen, Liegen, Steigen und spanischer Schritt war kein Problem für die Schauerfahrenen. In der nächsten Demoreitstunde konnte man die Künste und hohe Konzentration der Kinder, (zwischen 7 und 9 Jahren) bewundern. Zum Abschluss versetze uns das Schauprogramm noch einmal in den Süden - in die Savanne Afrikas. Islandpferde als Elefanten, Zebras, Nashorn und Löwe und Sauerländer als ihre Führer...
Ein tolles Schaubild, das jeden Zuschauer zum Staunen brachte mit wie viel Liebe zum Detail und Phantasie es durchgeführt wurde.
Kurzfristig hatten wir noch als allerletzten Programmpunkt eine Rennpassdemonstration eingeschoben. Auf der Passbahn konnte nun noch die wirkliche Schnelligkeit des Rennpasses erlebt und beurteilt werden. Die Schulpferde Fakur, Sokki und Gammur gaben neben dem Hengst „Elgur vom Steinadlerhof” ihr Bestes und rasten unter Anfeuern ihrer Reitschüler die Passbahn hinunter. Die 15 begehrtesten Tombolapreise wie ein Decksprung von dem Nachwuchshengst „Bjalli von Berlar”, 1 Töltwochenende, Reitfreizeiten, Handy etc... waren schon den ganzen Tag im Gespräch und wurden dann am Ende des Tages verlost. Auf dem schönen Innenhof waren neben der hervorragenden Verköstigung des IsOtels, auch die Tombola, die Second-Hand-Börse und der große Infostand zu finden.
Am Infostand konnte man sich mit Broschüren, Zeitungen, Programmen und Postern eindecken. Die Mitarbeiter und Helfer standen jederzeit für weitere Antworten zur Verfügung. Es blieb wohl kaum eine Frage unbeantwortet. Oder?

An dieser Stelle ein großes Dankschön an alle Helfer und Sponsoren, ohne die so ein Tag gar nicht möglich gewesen wäre. Und ein Dankeschön an unsere Besucher und Zuschauer für das zahlreiche Erscheinen, das positive Feedback und den motivierenden Applaus.

Die Islandpferdefreunde Berlar e.V. und das Team der Reitschule Berger